ARPM
Start
Veranstaltungen
rwu
Publikationen Medien ARPM  
  Programm | SCHILF | Vokation
Termine 2017

18.10. - 20.10.2017 Dienstliche Fortbildung | 17046.1810

Vokationstagung "Herausforderung Vielfalt"

"Sie werden merken: Die sind ganz schön heterogen!" – So lautet eine häufig gehörte Vorwarnung bei Unterrichtsbesuchen.
Aber was heißt das genau – und was heißt das insbesondere im Fach Religion?
Dass unsere Schulklassen nicht homogen zusammengesetzt sind, ist eine Binsenweisheit. Doch inwiefern sind sie vielfältig, unterschiedlich oder "heterogen"? In einem ersten Durchgang wollen wir uns im Rahmen der Vokationstagung dieser Frage zuwenden. Sodann gilt es zu klären: Was können, sollen, müssen wir den unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern beibringen – und wie wirkt sich deren Unterschiedlichkeit auf Aufgaben, Methoden und Lernorganisation aus? Und zuletzt: Inwiefern ist dieser Unterricht konfessionell "evangelisch"?
Der Fortbildungsteil der Vokation bietet Schritt für Schritt praktische Übungen von der Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler über die Formulierung und Differenzierung von Zielen bis hin zur Wahl und zur Variation von Aufgaben und Methoden.
Einiges werden wir selbst erproben – und alles gemeinsam reflektieren.
Die Organisation konfessionellen Religionsunterrichts als gemeinsame Aufgabe von Staat und Kirche gem. Art. 7, 3 GG und die damit verbundenen Fragestellungen sind ein weiteres Thema der Vokationstagung. Die Überreichung der Vokationsurkunden findet in einem Abschlussgottesdienst statt.
Gerhard Ziener ist Pfarrer und Dozent für Lehrerbildung am Pädagogisch-Theologischen Zentrum Stuttgart Birkach. Als Experte zum Thema Kompetenzorientierung in der Praxis hat er deutschlandweit in zahlreiche Fortbildungen mit Kollegien und Schulleitungen gearbeitet, sowie Standardwerke veröffentlicht. Zuletzt ist das Buch "Herausforderung Vielfalt: Kompetenzorientiert unterrichten zwischen Standardisierung und Individualisierung" von ihm erschienen.

Leitung: Heiko Lamprecht, ARPM

Referenten:
Gerhard Ziener, PTZ Stuttgart
Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, Wolfenbüttel
RSD Stefan Hetzer, Niedersächsische Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braunschweig

TN-Kreis: Geschlossener Teilnehmerkreis

Termin: 18.10. (15.00 Uhr) – 20.10.2017 (16.00 Uhr)

Tagungsort: Hotel Hessenkopf, Goslar

(Kurs ist bereits komplett belegt!)

54 neue Religionskräfte berufen

Vokation 2012Im Frühsommer wurden in zwei Vokationstagungen, die der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) der braunschweigischen Landeskirche im Haus Hessenkopf durchgeführt hat, 54 neue Lehrkräfte von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen damit beauftragt, evangelischen Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen zu erteilen. Dabei handelt es sich um Lehrkräfte aus allen Schulformen. Durch ihre Ausbildung in der Universität und in den Ausbildungsseminaren hatten sie zuvor die fachliche Befähigung für die Unterrichtserteilung im Fach Religion erworben.
Die kirchlichen Vokationstagungen werden vom ARPM und den religionspädagogischen Einrichtungen der anderen niedersächsischen Landeskirchen seit 2007 durchgeführt. Sie sind deshalb nötig geworden, weil die früheren Staatsexamina, an denen Kirchenvertreter beteiligt waren, durch universitätseigene Prüfungen im Bachelor- und Masterstudiengang ersetzt wurden. Der Loccumer Vertrag, der das Verhältnis zwischen dem Land Niedersachsen und den evangelischen Kirchen in Niedersachsen regelt, verpflichtet nur den Staat, nicht aber die Universitäten dazu, Vertreter der Kirchen an den Prüfungen zu beteiligen.
Neben Informationen über den Religionsunterricht in der gemeinsamen Verantwortung von Staat und Kirche ging es vor allem darum, die neuen Religionslehrkräfte auf das Beratungs- und Unterstützungsangebot aufmerksam zu machen, das für ihre wichtige Arbeit in den Schulen von den evangelischen Kirchen für sie bereit gehalten wird. In den diesjährigen Tagungen des ARPM ging es besonders um die Frage, wie das Thema "Fremde Religionen" verantwortlich im Unterricht behandelt werden kann. Bei einer Schulbuchanalyse hatte sich gezeigt, dass die konfessionelle Vielfalt beispielsweise im Islam und im Judentum häufig unterschlagen wird und dass es von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe immer wieder dieselben Informationen über die Fremdreligionen ohne Erkenntnisfortschritt gibt. Hier wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Schülerinnen und Schüler urteils- und dialogfähiger gemacht werden können in Bezug auf fremde Religionen.
Die Vokationstagungen wurden mit einem festlichen Gottesdienst abgeschlossen, in dem die neuen Lehrkräfte vom Schulreferenten der Landeskirche, Landeskirchenrat Cornelius Hahn bzw. Propst Thomas Gunkel, für ihren Dienst gesegnet und in dem ihnen die Vokationsurkunden überreicht wurden.

Vorschau 2018

 

Lehrkräfte erhielten die kirchliche Bestätigung zur Erteilung von Religionsunterricht

"Herausforderung Vielfalt" als Thema der Vokationstagung

Vokation 2017In einem feierlichen Gottesdienst erhielten 20 Religionslehrerinnen und fünf Religionslehrer ihre Vokationsurkunde von Pfarrer LKR Jörg Willenbockel überreicht und wurden für ihren Dienst in der Schule gesegnet. Damit sind sie von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen beauftragt, evangelischen Religionsunterricht in öffentlichen Schulen zu erteilen. Zuvor hatten sie durch ihre Ausbildung in der Universität und in den Ausbildungsseminaren die fachliche Befähigung für die Unterrichtserteilung im Fach Religion erworben. Die Erteilung von Religionsunterricht liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Staat und Kirche.

Der Gottesdienst bildete den Abschluss der dreitägigen Vokationstagung, die vom Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) der braunschweigischen Landeskirche organisiert und im Haus Hessenkopf regelmäßig durchgeführt wird.
Das Thema "Herausforderung Vielfalt" nahm diesmal die Entwicklung der Schülerschaft und die schulischen Rahmenbedingungen in den Blick. Mit Gerhard Ziener, Dozent am Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Stuttgart, war ein Experte eingeladen, der praxisorientiert und theoretisch fundiert die Problemlagen identifizierte und gleichzeitig Handlungsoptionen aufzeigte. Anhand von Beispielen und Methoden stellte er Möglichkeiten vor, Schülerinnen und Schüler "ins Lernen zu bringen" und der Vielfalt gerecht zu werden.

Fester Bestandteil der Vokationstagungen sind neben Hinweisen zum Beratungs- und Unterstützungsangebot des ARPM Informationen über rechtliche Fragestellungen zur Erteilung von Religionsunterricht. In diesem Zusammenhang betonte Regierungsschuldirektor Stefan Hetzer, Schulfachlicher Dezernent aus der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braunschweig, die gute und förderliche Kooperation mit dem ARPM und der Ev. luth. Landeskirche in Braunschweig zum Wohl des Religionsunterrichts und ermutigte die Teilnehmerinnen, die Fortbildungsangebote zu nutzen.
Die nächste Vokationstagung des ARPM findet im Oktober 2017 statt. Sie ist ausgebucht.

Ansprechpartner: Pfarrer Heiko Lamprecht

Die Vokation

Die Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat im Juni 2006 ein Kirchengesetz über die "Kirchliche Bestätigung von Religionslehrkräften" verabschiedet, das ab 01. November 2006 gilt.
Mit der "Kirchlichen Bestätigung von Religionslehrkräften" soll keinesfalls der Religionsunterricht verkirchlicht werden, sondern die Evangelischen Kirchen in Niedersachsen möchten den Religionsunterricht und die Religionspädagogen als Unterrichtende unterstützen.

Für die Unterrichtenden bedeutet die Einführung der Vokation:

  1. Wenn Sie die Fakultas (die abgeschlossene staatliche Ausbildung zum Lehramt mit Lehrbefähigung für das Fach evangelische Religion - 2. Staatsexamen - oder eine staatlich anerkannte Zertifikation oder einen abgeschlossenen, von den beteiligten Kirchen anerkannten Weiterbildungskurs) vor dem 01. November 2006 erworben haben, brauchen Sie keinen Antrag auf Erteilung einer Vokation zu stellen. Für Sie gilt die Vokation als erteilt.
    Wer aus diesem Personenkreis dennoch eine Vokationsurkunde bekommen und an einer Vokationstagung teilnehmen möchte, ist dazu herzlich durch die evangelischen Kirchen eingeladen.
    Auch für diejenigen Religionslehrkräfte, die vor dem 01. November 2006 länger als ein Jahr fachfremd Religion erteilen, gilt die Vokation als erteilt.
  2. Wenn Sie nach dem 01. November 2006 Ihre Fakultas (s.o.) für das Fach Evangelische Religion erwerben, benötigen Sie eine Vokation, um Religionsunterricht erteilen zu können.
    Ebenso gilt das für diejenigen von Ihnen, die am 01. November 2006 noch nicht länger als ein Jahr fachfremd Religion unterrichten.

Referendare

Für die Dauer der praktischen Ausbildungsphase ist eine befristete Unterrichtsbestätigung im Vorbereitungsdienst erforderlich. Diese kann, wenn die Schule auf dem Gebiet der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen liegt, bei der Geschäftsstelle der Konföderation beantragt werden. Die Adresse lautet:

Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Rote Reihe 6
30169 Hannover
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Frau Struß Tel. 0511/1241-393 sowie
Frau Michaelsen Tel. 0511/1241-243

Alle nötigen Antragsformulare finden Sie auf der Internetseite: www.kirche-schule.de/themen/vokation

 
 

Start | Veranstaltungen | Publikationen | Medien | ARPM | Sitemap | Kontakt | Impressum

Aktualisierung: 21.06.2017
2001-2017 © Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik
Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig

fb